soziales-wissen - Macht und Ohnmacht bei Verweigerungen
   
  Soziales-Wissen.de.tl
  Wer sind wir?
  AD(H)S
  Adipositas
  Aggression im Kindesalter
  Anorexia nervosa
  Asperger-Syndrom
  Bulimia nervosa
  Burnout Syndrom
  Case Management
  Checkliste Beziehungsgestaltung mit Kind
  Das Therapeutische Milieu nach Fritz Redl
  Depression
  Der pädagogische Bezug nach Herman Nohl
  Diabetes
  Didaktik
  Empowerment
  Fachwörterverzeichnis
  Essstörungen - eine Übersicht
  Kinder, die hassen
  Kinderpsychopathologie
  Klassische und aktuelle Theorien der Sozialen Arbeit
  Kommunikationsquadrat n. Schulz von Thun
  Macht und Ohnmacht bei Verweigerungen
  Milieutherapie nach Edgar Heim
  Mutismus
  Risikogesellschaft und Jugend
  Soziale Arbeit - Definition
  Sozialpädagogik - stellvertretende Lebensräume
  Strafe als Erziehungsmassnahme aus systemischer Sicht
  Themenzentrierte Interaktion
  Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen
  Wer war Alice Salomon?
  Gästebuch

Macht und Ohnmacht bei Verweigerungen


Erziehung ist eine Herausforderung, dem wird heutzutage wohl kaum mehr jemand widersprechen.

Eigene Grenzen kennen und Machtkämpfen ausweichen ist sehr wichtig: Grenzen deutlich mahcen, dem Kind Konsequenzen seines Tuns aufzeigen. Bleibt das Kind auf seinen Forderungen: gewähren lassen, es muss jedoch auch die erklärten Folgen selber tragen (z.B. wenn das Kind seine Jacke nicht anzieht, muss es halt im Haus bleiben oder wenn es nicht zu Mittag isst, darf es halt später nur ein Stück Brot haben und kein Dessert etc.). Dem Kind aufzeigen, dass es dir leid tut, denn es ist ja keine Strafe deinerseits, sondern die Konsequenz seines Tuns.

1. Notwendigkeit und Sinn der Forderung erklären
2. Event. gibt es Alternativen, die vom Kind kommen und ebenso gut wären, diese prüfen im Sinne von: was würdest denn du vorschlagen? --> Selbstständigkeit dadurch vergrössern, es muss jedoch eine gute Alternative sein, keine faulen Kompromisse!)
3. Event. kleinen Spielraum anbieten (Kind möchte noch weiter spielen, Zeitlimite geben und danach muss es selber kommen)
4. Konsequenzen seines Tuns aufzeigen
5. In einem akuten Trotz- oder Widersetzanfall Kind eher wenig beachten, vielleicht sogar weglaufen. Erst nachher nochmals darauf eingehen. Ansonsten wird Trotzphase verstärkt.
6. Bei positivem Verlauf Kind loben

Frech sind einerseits die Kinder, die zu Hause wenig Regeln mitbekommen haben, da sich die Eltern zu wenig um die Kinder gekümmert haben. Andererseits sind auch die Kinder frech, die zu starre Regeln einhalten müssen und sich dagegen wehren. Allgemeingültige Regeln sind dem Kind nicht klar oder einsichtig, so dass es nicht darauf eingehen kann.
Es braucht deshalb eine konsequente, jedoch angepasste Erziehung. Damit ist gemeint, dass allgemeingültige Regeln erklärt werden müssen, so, dass das Kind es verstehen kann. Dann muss die Regel auch eingehalten werden, und das Kind muss mit dem Nichteinhalten von Regeln mit Konsequenzen rechnen müssen (dem Kind muss das Wort Konsequenz nicht gesagt werden, umschreiben des Begriffes mit: es hat diese und jene Folgen / diese Wirkung, wenn die Regel nicht eingehalten wird.... ).
Ist das Kind überfordert, reagiert es auch mit oppositionellem Verhalten. In diesem Bereich ist auch das Vorbild äusserst wichtig. Es ist nicht sehr hilfreich, wenn sich die Erwachsenen selbst nicht an Regeln halten. Ein kind wird die Regeln nicht akzeptieren, wenn sich nicht auch die Eltern oder Erzieher daran halten.

Wichtig bei allem ist, dass nicht mit Liebesentzug reagiert wird. Ruhig bleiben, sich nicht provozieren lassen, die Unsicherheit des Kindes auch in der trotzigsten Reaktion erkennen und innerlich die Beziehung weitertragen ist absolut wichtig in der Arbeit mit Kindern. Gelingt es nicht, die eigenen aufkommenden aggressiven Gegenübertragungsgefühle zu ertragen, aus der Situation weggehen und an einen anderen Erwachsenen / Erzieher zu übergeben.
P. Gassman, 2004




=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Copyright Soziales-Wissen.tl.de