soziales-wissen - Kausalität
   
  Soziales-Wissen.de.tl
  Wer sind wir?
  AD(H)S
  Adipositas
  Aggression im Kindesalter
  Anorexia nervosa
  Asperger-Syndrom
  Bulimia nervosa
  Burnout Syndrom
  Case Management
  Checkliste Beziehungsgestaltung mit Kind
  Das Therapeutische Milieu nach Fritz Redl
  Depression
  Der pädagogische Bezug nach Herman Nohl
  Diabetes
  Didaktik
  Empowerment
  Fachwörterverzeichnis
  => Adäquat
  => Agogik
  => Altruismus
  => Anamnese
  => Angebot, niederschwelliges
  => Animation, soziokulturelle
  => Anomie
  => Anthropologie
  => Ausgrenzung, soziale
  => Behaviorismus
  => Beschäftigungstherapie
  => Benchmarking
  => Case Management - Methode
  => Coping
  => Deprivation
  => Devianz
  => Didaktik - Definition
  => Doppeltes Mandat (der SA)
  => Einrichtung, ambulant
  => Einrichtung, stationär
  => Einrichtungen, teilstationär
  => Empathie
  => Empirie
  => Empowerment - Handlungsansatz
  => Ergotherapie
  => Evaluation
  => Forensische Psychiatrie
  => Frustrationstoleranz
  => Fürsorgerischer Freiheitsentzug
  => Gender
  => Habitus
  => Hypothese
  => Indikator
  => Interaktion
  => Interdisziplinarität
  => Intervention
  => Kausalität
  => Kohäsion
  => Kongruenz
  => Konstruktivismus
  => Labeling Approach
  => Leistungsauftrag
  => Logopädie
  => Marginalisierung
  => Milieutherapie
  => Niederschwelligkeit
  => Pädagogischer Bezug
  => Paradigma
  => Partizipation
  => Prävention
  => Protektive Faktoren
  => Psychohygiene
  => Psychosomatik
  => Reflexion
  => Resilienz
  => Ressourcen
  => Sensibilisierung
  => SKOS Richtlinien (CH)
  => Sozialisation
  => Stigmatisierung
  => Subsidiarität
  => Supervision
  => Theorie
  => These
  => Übertragung und Gegenübertragung
  => Vulnerabilität
  => Wohnen, begleitetes
  => Wohnen, betreutes
  => Working poor
  Essstörungen - eine Übersicht
  Kinder, die hassen
  Kinderpsychopathologie
  Klassische und aktuelle Theorien der Sozialen Arbeit
  Kommunikationsquadrat n. Schulz von Thun
  Macht und Ohnmacht bei Verweigerungen
  Milieutherapie nach Edgar Heim
  Mutismus
  Risikogesellschaft und Jugend
  Soziale Arbeit - Definition
  Sozialpädagogik - stellvertretende Lebensräume
  Strafe als Erziehungsmassnahme aus systemischer Sicht
  Themenzentrierte Interaktion
  Umgang mit schwierigen Verhaltensweisen
  Wer war Alice Salomon?
  Gästebuch
Kausalität
Kausalität bezeichnet die Vorstellung eines Menschen, dass jedes Ereignis durch ein vorangegangenes Ereignis (Ursache=lat. causa) hervorgerufen wird. Kausalität bezeichnet also das Vorliegen eines (gesetzmäßigen) Wirkungszusammenhangs zwischen Ereignissen beziehungsweise Erscheinungen in der Weise, dass ein Ereignis A unter bestimmten Bedingungen ein Ereignis B (mit Notwendigkeit) hervorbringt (verursacht), wobei die Ursache A der Wirkung B zeitlich vorausgeht und B niemals eintritt, ohne dass vorher A eingetreten ist.
 
Wie neuere Untersuchungen gezeigt haben, entsteht das Verständnis von kausalen Zusammenhängen schon beim Sehprozess ohne Beteiligung von höheren kognitiven Vorgängen. Das zeigt sich vor allem daran, dass beim wiederholten Betrachten von kausalen Zusammenhängen ein ähnlicher Gewöhnungseffekt eintritt wie bei der Wahrnehmung der Größe, Farbe oder Distanz eines Objektes, wobei vor allem schnelle Kausalitätsurteile bereits auf der Stufe der einfachen visuellen Wahrnehmung gefällt werden.
 
Die klassische Lehre von den verschiedenen Ursachen beruht auf der aristotelischen Einteilung:
 
•causa materialis (materiale Ursache) gehört zu den inneren Ursachen. Sie liegt im Stoff (griech. hyle), “woraus etwas entsteht, und was in diesem Etwas ist, z. B. ist die Bronze die Ursache der Statue” (Aristoteles).
•causa formalis (formale Ursache) gilt als die zweite innere Ursache. Sie besteht in der Form (griech. idea oder eidos), der Struktur oder dem Muster, das sich im Seienden findet. Die Bronzestatue z. B. entsteht dadurch, daß die Bronze in der Form der Statue gestaltet ist.
•causa efficiens (wirkende Ursache) ist eine äußere Ursache; sie ist “die Quelle, worin die Veränderung oder die Ruhe ihren Ursprung hat” (Aristoteles), d. h. die causa efficiens bewirkt, daß etwas erzeugt wird. So ist das Hämmern des Schmieds auf die Bronze und der Schmied selber eine der wirkenden Ursachen, die die Bronzestatue erzeugen.
•causa finalis (Zweckursache) ist eine äußere Ursache; sie gibt den Zweck unseres Tuns an. “Z. B. ist Gesundheit die Ursache eines Spaziergangs. Denn “Warum macht man einen Spaziergang?” sagen wir. “Wegen der Gesundheit.” Die causa finalis war für Aristoteles ein naturwissenschaftliches Prinzip.

=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Copyright Soziales-Wissen.tl.de